
Daniel Sigrist
ADHS wird oft mit zappelnden Jungen in Verbindung gebracht. Doch gibt es auch viele Frauen, die betroffen sind. Es wird jedoch in solchen Fällen viel seltener erkannt. Sie zeigen oft andere Symptome als Männer. Statt Hyperaktivität stehen Vergesslichkeit, Tagträumerei oder emotionale Schwankungen im Vordergrund. Viele Frauen kompensieren ihre Probleme über einen langen Zeitraum hinweg. Deshalb fallen sie auch nicht auf. Erst im Erwachsenenalter wird ADHS oft entdeckt – manchmal erst nach Jahren der Selbstzweifel. Warum bleibt ADHS bei Frauen so oft unbemerkt? Und wie kann man es besser erkennen?
ADHS wird lange Zeit vor allem mit hyperaktiven Jungen in Verbindung gebracht. Deshalb bleibt die Störung bei vielen Mädchen und Frauen lange unentdeckt. Die Symptome zeigen sich oft anders und werden deshalb leicht übersehen oder falsch interpretiert. Viele Frauen erhalten ihre Diagnose erst im Erwachsenenalter, nachdem sie jahrelang mit Stress, Überforderung oder Selbstzweifeln gekämpft haben.
Bei Mädchen zeigt sich ADHS häufig weniger durch Hyperaktivität als bei Jungen. Statt laut oder impulsiv zu sein, wirken viele Mädchen eher verträumt, vergesslich oder unkonzentriert. Die Unruhe findet oft eher innerlich statt.
Im Erwachsenenalter äußert sich ADHS bei Frauen häufig durch Perfektionismus, Selbstzweifel oder starke emotionale Belastung. Viele Frauen wirken nach außen organisiert und leistungsfähig, doch innerlich fühlen sie sich oft überfordert.
Da diese Symptome weniger auffällig sind, wird ADHS häufig als Sensibilität, Stress oder „Schusseligkeit“ missverstanden. Dadurch bleibt die eigentliche Ursache lange unerkannt.
Mehr darüber lesen Sie im Artikel
"ADHS oder einfach nur lebhaft? So unterscheiden sich die Symptome".
Viele Frauen erhalten ihre ADHS-Diagnose erst im Erwachsenenalter. In der Kindheit wurden ihre Symptome häufig nicht erkannt, weil sie gelernt haben, sich anzupassen und Erwartungen zu erfüllen.
Diese dauerhafte Selbstkontrolle kann jedoch sehr anstrengend sein. Viele Betroffene versuchen jahrelang, ihre Schwierigkeiten mit noch mehr Disziplin oder Perfektionismus auszugleichen. Erst wenn Stress oder Überforderung zu groß werden, beginnen viele Frauen nach Antworten zu suchen.
Eine Diagnose kann dann sehr entlastend sein. Sie hilft zu verstehen, warum bestimmte Herausforderungen im Alltag immer wieder auftreten.
Mit den richtigen Strategien können viele Frauen lernen, ihren Alltag besser zu strukturieren. Digitale Kalender, Erinnerungen oder To-do-Listen können helfen, Aufgaben besser zu organisieren.
Ebenso wichtig sind regelmäßige Pausen und bewusste Erholung. Wer seine eigenen Grenzen kennt, kann Überforderung frühzeitig vermeiden. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, sich verstanden zu fühlen.
Mehr darüber lesen Sie im Artikel
"ADHS und Organisation: Tipps für mehr Struktur im Alltag".
Wenn ADHS-Symptome im Alltag zu Stress, Erschöpfung oder Selbstzweifeln führen, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein. Gespräche mit einer neutralen Person können helfen, die eigenen Stärken besser zu verstehen und neue Strategien zu entwickeln.
Bei Balancd in Zürich bieten wir psychologische Beratung an und unterstützen Frauen dabei, ADHS besser zu verstehen und einen gesünderen Umgang mit Stress und Selbstorganisation zu entwickeln.
ADHS bei Frauen bleibt häufig lange unerkannt, weil sich die Symptome oft anders zeigen als bei Männern. Viele Betroffene lernen früh, ihre Schwierigkeiten zu verstecken oder auszugleichen. Eine Diagnose kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und passende Strategien für den Alltag zu entwickeln. Mit Unterstützung und Selbstakzeptanz können Frauen lernen, ihre Stärken zu nutzen und den Alltag leichter zu gestalten.
www.adhs.info
www.zentrales-adhs-netz.de
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org
www.adhspedia.de
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• Master of Science ZHAW in Psychologie
• DAS Systemische Beratung i.A. – IAP Zürich
• 600 Std. Ausbildung zum Yogalehrer
• 300 Std. Ausbildung zum Meditationslehrer
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Ich begleite als Psychologin und Lebens- und Sozialberaterin seit mehreren Jahren Menschen in verschiedenen Lebensphasen und -bereichen. Meine Schwerpunkte liegen bei Themen wie Angst, Stress, Schlafproblemen, Work-Life-Balance, Selbstwert, Beziehungsprobleme, Berufsfindung, einem achtsamen Lebensstil, etc. Dabei ist mir ein ganzheitlicher Ansatz besonders wichtig. Ich betrachte sowohl die mentalen als auch die körperlichen Aspekte.

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